Die erfolgreiche Praktikumsbewerbung
Erfolgt die Bewerbung für einen Praktikumsplatz auf direktem Wege oder übernimmt die Stellensuche möglicherweise gar eine Vermittleragentur? In beiden Fällen muss in jedem Fall ein Bewerbungsschreiben verfasst werden - schließlich wollen auch Unternehmen im Ausland wissen, wer sich bei Ihnen mit welchen Vorstellungen und Zielen bewirbt. Welche Aspekte aber gehören tatsächlich in ein Bewerbungsschreiben? Welche Schriftstücke und Dokumente sind relevant?
Bestandteile einer optimalen Bewerbung sind einerseits das Anschreiben, ein Lebenslauf, Zeugnisse, ein aussagekräftiges Lichtbild, ein Empfehlungsschreiben der Hochschule sowie vorhandene Kenntnisnachweise und Beurteilungen. Das Bewerbungsanschreiben sollte so gestaltet sein, dass der Text auf eine einzelne Seite passt. Ein wenig Zeit für Recherchen sollte man zudem auch investieren, denn ins Anschreiben selbst gehört unabdingbar der korrekte Name der betreffenden Ansprechpartner aus der Personalabteilung oder der Geschäftsführung. Da diese allerdings nicht immer gleich ersichtlich sind, wäre es sinnvoll, sich diesbezüglich kundig zu machen: Telefonate, Internet, Prospekte, Broschüren oder gegebenenfalls sogar Presseberichte könnten zu diesem Zwecke sehr hilfreich sein - und sie sind im Normalfall recht zuverlässig, wenn es darum geht, aktuelle Informationen zu erhalten.
Im Text des Anschreibens sollten darüber hinaus auch die jeweiligen Beweggründe der Bewerber enthalten sein, welche die Anwärter dazu veranlassen, ausgerechnet dieses Unternehmen auszusuchen. Inwieweit sind die Bewerber in der Lage, mit bereits vorhandenen Kenntnissen, Fertigkeiten und Interessen einen positiven Beitrag zugunsten der ausländischen Firma zu erbringen? Besondere Sprachkenntnisse, ein spezielles technisches Verständnis oder auch andere hervorstechende Eigenschaften sollten auf keinen Fall unerwähnt bleiben, denn auf diese Weise könnte man dem nächsten Erfolg wiederum einen kleinen Schritt näher kommen.
Des Weiteren wäre es positiv, wenn die Anwärter auf die entsprechenden Schwerpunkte ihres (bisherigen oder aber auch des geplanten) Studiums eingingen, eine kurze Beschreibung der beruflichen Ziele bzw. des gewünschten Ausbildungsziels kann ebenso hilfreich sein und - wie bereits erwähnt - sind die entsprechenden Nachweise gleichermaßen beizufügen. Grundsätzlich gilt: je umfangreicher das Informationspotential für den Personalchef ist, desto besser kann er sich eine Meinung über einen Bewerber bilden.
Nicht zu vergessen ist natürlich die Angabe, in welcher Abteilung bzw. in welchem Bereich des gewählten Unternehmens man gern tätig werden und welche Kenntnisse man sich gern aneignen würde. Hier wiederum dürfen auch ruhig nochmals einige besondere Fertigkeiten erwähnt werden, die man vorzuweisen hat. Mit Sicherheit wäre es für den potentiellen Arbeitgeber natürlich auch interessant, zu wissen, wann und wie lange der Bewerber im Unternehmen bleiben könnte.
Beim Lebenslauf, welcher ebenso wenig fehlen darf, sind alle wichtigen Fakten wie auch die persönlichen Daten sowie die Angaben zur schulischen und möglicherweise auch bereits beruflichen Ausbildung usw. zusammenzufassen. Die Variante des Europäischen Lebenslaufes erfreut sich - im Gegensatz zum herkömmlichen tabellarischen Lebenslauf - insbesondere bei ausländischen Firmen (innerhalb Europas) einer stets wachsenden Beliebtheit. Entsprechende Vorlagen in der jeweiligen Landessprache sind im Internet zu finden, welche man sich ausdrucken und entsprechend ausfüllen kann. Sind dann alle Unterlagen zusammengestellt und auf dem (Post-)Wege in die betreffende Unternehmung, heißt es zunächst zwar noch abwarten, aber im Allgemeinem lassen die Antworten nicht allzu lange auf sich warten.
Erhält man letztendlich eine Einladung zu einem persönlichen (oder telefonischen) Bewerbungsgespräch, macht eine gute Vorbereitung mit Sicherheit auch einen guten Eindruck beim Gegenüber. Punkten kann man in der Regel, wenn man die Landessprache beherrscht und darin auch im Gespräch Konversation betreibt. Hat man diese letzte Hürde genommen, kann man beruhigt und guten Mutes in seine - aufregende und erlebnisreiche - Zukunft im ausländischen Unternehmen blicken.
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