Praktikum in Japan
Die Inselkette Japans an der Ostküste Asiens bildet den viertgrößten Inselstaat der Welt. Sie besteht aus den vier Hauptinseln Hokkaido, Honshu, Shikoku und Kyushu. Darüber hinaus gibt es eine große Zahl kleinerer und kleinster Inseln. Diesbezüglich variieren die genauen Angaben, aber allgemein geht man von etwa 3.000 Inseln aus, je nachdem, wie die Definition für eine Insel lautet. Etwa drei Viertel der japanischen Landmasse bestehen aus einer Gebirgskette, die sich über die gesamte Länge der Hauptinseln zieht. Japans gesamte Fläche beträgt 377.801 qkm, die Einwohnerzahl liegt bei etwa 122,6 Millionen Einwohnern. Diese konzentrieren sich vor allem in den städtischen Ballungszentren. Aufgrund des gebirgigen Charakters der Inseln können nur ca. 11% als Nutzfläche dienen.
Die japanische Inselkette entstand infolge plattentektonischer Aktivitäten. Demzufolge gibt es in Japan etwa 240 Vulkane, von denen derzeit etwa 40 als aktiv eingestuft werden. Der bekannteste von ihnen ist der Berg Fuji (im Westen eher bekannt als Fuji-yama), der gleichzeitig auch mit 3.776m über dem Meeresspiegel der höchste Berg Japans ist. Die Lage Japans an sich über einander schiebenden Platten zieht auch regelmäßige kleinere und größere Erdbeben nach sich, so kam es im Jahr 1995 in Kobe zu einer Erdbebenkatastrophe.
Da Japan sich über mehrere Breitengrade erstreckt, wartet es mit einer überaus vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt auf. Außerdem unterscheiden sich Klima und Vegetation auch noch auf der Japanmeer-Seite und auf der Pazifikseite. Das Klima reicht von kühl-gemäßigt auf Hokkaido bis subtropisch auf Kyushu.
Wirtschaftlich geht es Japan seit seiner Kapitulation 1945 vergleichsweise gut. Über mehrere Jahrzehnte wies die japanische Wirtschaft seit den 1960er Jahren ausschließlich Wachstum auf. Erst in den 90er Jahren verlangsamte sich der Wirtschaftswachstum aufgrund von Fehlinvestitionen und allgemeiner Rezession. Trotzdem gehört Japan zu den stärksten Wirtschafts- und Exportnationen international. Gehörten bis vor wenigen Jahren noch die verarbeitende Industrie und die Herstellung von Massenware zu Japans wirtschaftlichen Stärken, so hat sich der Schwerpunkt inzwischen verlagert Richtung Dienstleistung, Innovation und Forschung. Vor allem in der Unterhaltungselektronik ist Japan in den Köpfen der Weltbevölkerung als feste Größe verankert, aber auch in anderen Bereichen gehört das Land zu den führenden Nationen.
Einen wesentlichen Beitrag zu dieser positiven Entwicklung leistet der steigende Konsum der inländischen Bevölkerung. Dies ist keineswegs selbstverständlich, gehört Japan doch zu einem der teuersten Länder der Welt. Vor allem Wohnraum ist teuer. Wer als Ausländer einige Zeit in Japan verbringen will, sollte sich deswegen vorab Gedanken um die Finanzierung machen. Am einfachsten hat man es bei der Jobsuche, wenn man über ausreichende Japanisch-Kenntnisse verfügt und sich um eine Anstellung in der IT-Branche, als Elektroingenieur oder bei vergleichbaren hochwertigen technischen Bereichen bemüht. Für Studierende werden auch Stipendien vergeben, diese decken jedoch nur teilweise die anfallenden Kosten.
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