Praktikum in Neuseeland

Neuseeland ist eine demokratische Monarchie und gehört dem Commonwealth an. Dementsprechend ist das Staatsoberhaupt Queen Elisabeth II. Es gibt einen Gouverneur sowie einen gewählten Premierminister. Neben der Nationalhymne wird daher auch die britische Hymne gesungen. Offizielle Währungseinheit ist der Neuseeländische Dollar, auch Kiwi-Dollar genannt, der das Britische Pfund als Zahlungsmittel ablöste.

Neuseeland besteht aus der Nord- und der Südinsel, die Hauptstadt ist Wellington. Neuseeland erstreckt sich über 270.534 qkm, auf denen ca. 4,1 Mio. Menschen leben, 1/3 davon in Auckland und insgesamt die Mehrheit der Einwohner auf der Nordinsel.

Englisch ist die Amtsprache in Neuseeland, daneben wird jedoch auch die Sprache der Ureinwohner, der Maori, gesprochen. Des Weiteren gibt es als dritte anerkannte Sprache die neuseeländische Gebärdensprache.

Der wichtigste Wirtschaftszweig in Neuseeland ist und bleibt die Landwirtschaft. Obwohl auch hier einige Veränderungen in Richtung Volkswirtschaft unternommen wurden und die staatlichen Regulierungen nicht so streng sind, wie in anderen Nationen, bleibt dieser Wirtschaftszweig nach wie vor bedeutend. Aufgrund der Zugehörigkeit zum Commonwealth ist Großbritannien der wichtigste Außenhandelspartner Neuseelands.

Trotz eines guten Bildungssystems hat Neuseeland ständig Bedarf an Fachkräften und Arbeitern. Dieser Umstand macht Neuseeland für Auswanderer besonders attraktiv und die Chance, einen Arbeitsplatz zu finden, steht sehr gut. Wenn es auch nicht so ist, dass die Jobs auf der Straße liegen, so dauert es doch meist nicht lange, bis man ein gesichertes Einkommen hat. Vorteile haben Arbeitnehmer, die aus der Wirtschaft, dem Handel oder aus Technikberufen kommen.

Auswanderer haben mehrere Möglichkeiten, eine Arbeit zu finden. Zum einen können sie sich schon in Deutschland bei der ZAV, der Internationalen Personalvermittlung des Arbeitsamtes, melden. Auch bei der Deutsch-Neuseeländischen IHK kann man sich den Weg ebnen. In Neuseeland stehen zahlreiche regionale und überregionale Zeitungen sowie das neuseeländische Arbeitsamt zur Verfügung.

Einwanderungsvisa werden nach einem Punktesystem vergeben. Kategorien der Punktevergabe sind das Alter (nach Möglichkeit jünger als 55 Jahre), Familienangehörige in Neuseeland, gute Englischkenntnisse, Vorliegen eines Arbeitsangebots oder wenn man bereits früher mindestens 2 Jahre in Neuseeland gearbeitet hat. Bonuspunkte kann man erwerben, wenn man bereit ist, in ein weniger attraktives Gebiet des Landes zu ziehen. Befristete Visa sind nicht geeignet, da sie die Arbeitsaufnahme ausschließen.

Will man länger in Neuseeland arbeiten, benötigt man ein Work-Visum, das 3 Jahre Gültigkeit hat und verlängert werden kann. Um dieses Visum zu erhalten ist es unabdingbar, dass nachgewiesen ist, dass kein Einheimischer diese Arbeit verrichten kann. Daher wird es meist nur an Fachkräfte vergeben.

Wer länger als 2 Jahre in Neuseeland arbeitet, ist automatisch in der staatlichen Krankenversicherung versichert. Diese wird aus Steuergeldern finanziert. Oftmals schließen aus diesem Grund chronische Erkrankungen das Erhalten eines Work-Visums bereits aus. Die Regierung muss Rechenschaft über die Verwendung der Steuergelder ablegen, was auch für die Krankenversicherungskosten gilt.

Im Alltag wird vor allem die unterschiedliche Arbeitsauffassung auffallen. Feste Arbeitszeiten gibt es nicht. Es ist üblich, wenn nötig, lang und hart zu arbeiten. Solange genug Zeit zum Leben bleibt. Es ist den Neuseeländern wichtig, dass ein Gleichgewicht zwischen Arbeits- und Privatleben (Work-Life-Balance) besteht; und diesem Gleichgewicht wird die Arbeit angepasst.

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