Praktikum in Spanien

Spanien liegt ganz im Westen Europas auf der iberischen Halbinsel und wird im Osten von Frankreich begrenzt. Spanien dehnt sich von Norden nach Süden über 856 km aus, von Westen nach Osten sind es ca. 1020 km. Die Gesamteinwohnerzahl des Landes beträgt nach der aktuellsten Zählung 45,2 Millionen Menschen. Hauptstadt Spaniens ist Madrid, das zugleich auch die größte Stadt ist und in der 3,2 Millionen Menschen leben. Die nächst größten Städte sind Barcelona (1.6 Millionen Ew.), Valencia (knapp 800.000 Ew.) und Sevilla (ca. 700.000 Ew.). Spanien ist eine konstitutionelle Monarchie.

Verkehrstechnisch ist Spanien gut versorgt. Das Straßen- und Autobahnnetz hat eine Gesamtlänge von über 650.000 km. Auch auf den Gleisen kommt man in Spanien hervorragend voran. Es gibt Hochgeschwindigkeits-, Fern- und Nahverkehrsnetze. Die großen Städte verfügen zudem über U-Bahnlinien. Außerdem ist das Busnetz in Spanien wirklich gut und vor allem sehr kostengünstig. Wer per Flugzeug nach oder in Spanien reisen möchte, kann zwischen 40 verschiedenen Airports wählen.

Die spanische Wirtschaft erlebt im Augenblick einen Höhenflug. Ihr Wachstum liegt mit 3,4% über dem des europäischen Durchschnitts. Die wichtigsten Wirtschaftszweige Spaniens sind der Tourismus, die Baubranche, der Kommunikations- und Informationssektor, die metallverarbeitende Industrie, der Maschinenbau, die Landwirtschaft (54% der Landesfläche wird hierfür genutzt) sowie die Petrochemie. In Prozent ausgedrückt, wird auch die spanische Wirtschaft vor allem vom Dienstleistungssektor beherrscht, der 67 % des Bruttoinlandsproduktes ausmacht. 18 % entfallen auf die verarbeitende Industrie. Der Rest verteilt sich auf die Baubranche und die Landwirtschaft.

Die Arbeitslosenquote ist seit 1990 stetig gesunken, nämlich von 20 % auf 7,6 % im Jahr 2006. Viele haben vor allem vom Beitritt Spaniens zur europäischen Währungsgemeinschaft profitiert. Es bleibt abzuwarten, ob dieser Aufschwung anhält, denn auch die spanische Wirtschaft orientiert sich zunehmend nach Osteuropa und Asien, wo eine billigere Produktion möglich ist.

2004 bescherte allein die Tourismusbranche Spanien Einnahmen in Höhe von ca. 35,7 Mrd. Euro. 2005 besuchten mehr als 55,6 Mio. ausländische Touristen das Land. Der ansteigende Tourismus verhalf vor allem der Baubranche zu einem immensen Aufschwung. Denn der Reisende braucht Unterkünfte und Unterhaltung. So wurde kräftig gebaut, um den Ansprüchen der Touristen zu genügen. Ein Ende dieses Trends ist momentan nicht absehbar.

Wer in Spanien arbeiten möchte, der hat vor allem im Bausektor beste Chancen. Die Ausbildung der Spanier kann mit der deutschen bei weitem nicht mithalten. Deshalb sind Handwerker sehr gesucht. Aber auch alle Dienstleistungsunternehmen sind ständig auf der Suche nach qualifizierten Fachkräften. Dies ist wohl vor allem eine Folge der geringen Investitionen der spanischen Regierung auf dem Bildungs-, Forschungs- und Wissenschaftssektor. Leider ist in den meisten Bereichen das Einkommen niedrig, dafür sind die Lebenshaltungskosten relativ hoch. Die Entscheidung, in Spanien zu arbeiten, sollte also gut überlegt sein und man ist gut beraten, einige Rücklagen für schlechte Zeiten mitzubringen.

Wichtig ist es, sich über die spanischen Arbeitsgesetze zu informieren, von denen es ständig neue gibt. Wie in fast allen Ländern der europäischen Union ist es für EU-Mitglieder einfacher als für diejenigen, die nicht aus EU-Ländern nach Spanien kommen, um hier zu arbeiten.

Copyright © 2010 Auslandspraktikum