Praktikum in den USA

Mit der Erklärung der Unabhängigkeit vom 4. Juli 1776 entstand aus einer britischen Kolonie, mit den heutigen USA, ein eigener souveräner Staat, der sich unabhängig von Großbritannien entwickelte. Heute unter dem Namen "Vereinigte Staaten von Amerika" oder auch als Weltmacht bekannt, leben in 50 Bundesstaaten 282 Millionen Einwohner. Mit einer Gesamtfläche von fast 9,2 Millionen Quadratkilometern sind die USA nach China, Kanada und Russland der viertgrößte Staat der Erde.

Die USA sind ein multikultureller Staat. Amtssprache ist das amerikanische Englisch. Jedoch komm eine Vielzahl anderer Sprachen, durch zahlreiche Immigranten (vor allem 1890- 1920), vor. Hierzu zählen koreanisch, französisch, deutsch, chinesisch und spanisch. Aber gerade diese Vielfalt an unterschiedlichen Menschen unterschiedlicher Herkunft macht dieses Land so einzigartig. Zentrale Polstellen wie New York oder Washington vereinen unterschiedlichste Lebensstile und soziale Klassen.

Der Lebensstandard sowie Familie, Job und Bildung stehen für den Amerikaner an oberster Stelle. Nur wer fleißig und strebsam ist, hat die Chance auf eine Karriere und damit auf ein Leben im höheren Stil. Häuser, Autos und Schmuck sind Statussymbole die gezeigt werden wollen.

Allerdings sieht die Realität seit 1990 etwas anders aus. Es haben sich große Differenzen in den Einkommenshöhen der Bevölkerung hervor getan. Die Grenze zwischen Reich und Armut ist gewachsen. Allein im Jahr 2002 ist die Zahl der in Armut lebenden Menschen um 1,8 Millionen auf 37 Millionen gestiegen. Vor allem in Ballungsgebieten mit Wirtschaftsstandorten kommen in den Großstädten Armenviertel und Luxusgebiete fast parallel nebeneinander vor. Die Tendenz für Arbeitslosigkeit und Armut ist leider weiterhin steigend.

Jedoch ist es nicht aussichtslos in den USA einen gut bezahlten Job zu finden. Wer ein Studium abgeschlossen hat, hat gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt unter zu kommen. Die USA sind innerhalb der Industrienationen führend. Und hier liegt eben das Problem. Die meisten Jobs beschäftigen sich mit der Auswertung und Deutung von Daten und Informationen. Um in diesem Tätigkeitsfeld aber aktiv werden zu können, ist ein Studienabschluss absolute Notwendigkeit. Lediglich ein Abschluss von der High School (ähnlich Abitur) ohne ein Studium, hat für höhere Aufgaben, kaum einen Wert. Andere Berufszweige verlangen zwar keinen Hochschulabschluss, sind jedoch meist körperlich anstrengend und oft unterbezahlt.

Hieraus resultiert auch die schnell zustande kommende Armut und Kriminalität (Washington ist derzeitig die Stadt mit der höchsten Kriminalitätsrate). Mieten und Nebenkosten können, gerade in den Großstädten, durch Dumping-Löhne kaum bezahlt werden. Leider wird ab und zu noch ein Unterschied zwischen den ethnischen Gruppen gemacht. So kommt es leider immer noch vor das ein "Weißer" mehr als ein "Schwarzer (in der gleichen Arbeitsposition) verdient.

Gefragt sind, vor allem bei Studenten, die vielen Möglichkeiten einen Nebenjob zu erwerben. Ob Kino, Fast Food Restaurant, Cafés oder Clubs, fast überall ist es möglich sich einen kleinen Nebenverdienst zu erwirtschaften. Häufig sind diese aber nicht gut bezahlt, so dass es manchmal vorkommt, dass jemand 2-3 Nebenjobs hat um sich über Wasser zu halten. Grundlegend sind die Arbeitsbedingungen am Arbeitsplatz als gut zu erachten. Die Vollzeitjobs sind versichert, dagegen Arbeiter mit Teilzeitjobs eher ohne Versicherung.

Die Ausstattung am Arbeitsplatz kann je nach Lage und Firmengröße stark variieren. In einem der Armutsviertel wird man nie eine gut ausgestattete Werkstatt finden. Jedoch kennt jeder Microsoft, die wiederum stark übertrieben eingerichtete Arbeitsplätze besitzen. Alles in allem ist das Leben in den USA, aus der Sicht eines Europäers anstrengend und hektisch (vor allem das Großstadtleben), aber die Einwohner kommen damit bestens zurecht und sind diese Lebensweise gewohnt.

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